Das Finanzmanagement hat die Aufgabe, die Zahlenströme eines Unternehmens zu planen, zu steuern und zu kontrollieren. Ziel ist die Sicherung und Erhaltung der Liquidität und die Maximierung der Rentabilität bei gleichzeitiger Beachtung des Risikos. Dies umfasst in der betrieblichen Praxis sämtliche Entscheidungen im Finanzbereich. Ausserdem ist das Finanzmanagement für den Aufbau einer entsprechenden Finanzordnung verantwortlich.
Um diesen Aufgaben gerecht zu werden, verwendet das Finanzmanagement Systeme und Modelle, welche die Planung, Steuerung und Kontrolle der betrieblichen Zahlungsströme ermöglichen. Ein wichtiges System ist die doppelte Buchhaltung mit den Bestandteilen Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung und diverser Nebenrechnungen (Anlageverzeichnis, Kostenrechnung, etc.).
Quelle: Dissertation, Peter Schmidl, Graz, 2005
Praxis der Liquiditätsplanung
Wer auf „Nummer Sicher" gehen will, sollte sich mit den vorhandenen Zahlen eingehend auseinander setzen. Wichtig sind u.a.:
Grundlagen
Die Liquiditätsplanung basiert auf der Unternehmens-, Produktions-, Absatz-, Finanz-, Investitions- und weiteren Teilplanungen. Als Ausgangszahlen dienen die Bilanzen, Erfolgsrechnungen, Mittelflussrechnungen sowie weitere Abrechnungen.
Analyse
Die genannten Grundlagen sind auf ihre realen Fristigkeiten zu untersuchen.
Planung
Wenn die bereinigten und vervollständigten Zahlen vorliegen, sind diese auf die Planperioden aufzuteilen.
Auswertung
Das Aufrechnen der Einzelgruppen und die Subtraktionen weisen für die einzelnen Monate die Überschüsse oder Unterdeckungen aus.
Sicherheitsreserve
Jede noch so gute Liquiditätsplanung enthält Risiken. Ein „Sicherheitsfonds",
der diese notfalls auffangen könnte, sollte auf jeden Fall geöffnet werden.

